Flöhe bei Katzen

Flöhe bei Katzen wirksam und natürlich bekämpfen

Flöhe in der Wohnung lösen nicht selten hysterische Verhaltensweisen aus, die verständlich, aber auch unnötig sind. Bringt der Vierbeiner Flöhe in die Wohnung, so gilt systematisches Vorgehen und die Anwendung der richtigen Mittel. Denn fest steht, dass sich die unerwünschten Gäste nicht nur im Fell der Katze ausbreiten, sondern auch auf die Suche nach warmen und leicht feuchten Plätzen gehen. So findet man die Plagegeister auch in flauschigen Teppichen und in den Polstermöbeln. Aufgrund ihrer enormen Sprungkraft schaffen sie sogar ziemlich schnell größere Distanzen von einem Meter.

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Flöhe in der Wohnung loswerden

Katzenflöhe nisten sich im Fell der Tiere ein und legen dort ihre Eier. Diese verteilen sich dann in der Umgebung der Katze und entwickeln sich innerhalb weniger (in der Regel handelt es sich um 14 Tage) Wochen zu Larven, später zu Puppen und letztendlich zu Flöhen. Wohnungen bieten das perfekte Klima dafür, sie sind stets warm, trocken und geschützt. Überall gibt es gute Versteckmöglichkeiten, beispielsweise die Ritzen eines Sofas oder Teppiche. Dementsprechend muss nicht nur die Katze entfloht werden, auch die Wohnung muss einer intensiven Reinigung erliegen. Das ist auch wichtig für die Katze, denn andernfalls würde sie sich nur wenige Wochen später, erneut infizieren.

Zuerst die Katze von Flöhen befreien

Flöhe im Fell der Katze sind in der Regel der Hauptauslöser für die Flohinvasion. Sie dürfen zuerst behandelt werden, wobei diverse Mittel dabei helfen. Sie verhindern in erster Linie, dass sich die Flöhe weiter ausbreiten und Eier legen. Zu unterscheiden ist hier aber zwischen einem normalen Flohbefall und einem sehr starken Befall. Je nachdem gelten spezielle Vorgehensweisen.

Bei einem normalen Fall reicht es in der Regel aus, nach Behandlung der Katze, die Wohnung entsprechend abzusaugen und speziell die Polster und Ritzen sorgfältig zu saugen. Auch ist es gut, alle waschbaren Bezüge bei 60 Grad in der Waschmaschine zu waschen. Auch Bettwäsche oder Kissenbezüge.
Bei einem starken Befall mit Katzenflöhen braucht es Insektizide und/oder diverse Ungeziefersprays. Mit diesen besprüht man die Teppiche, Polster und Katzenaufenthaltsorte und lässt die Mittel wirken. So müssen auch die Kratzbäume, Körbchen und Sofas bearbeitet werden. Wichtig zu wissen ist hierbei aber, dass Insektizide lediglich die geschlüpften Flöhe tötet, nicht aber die Eier. Diese überleben sogar aggressive Behandlungen. Hier hilft nur das Einsaugen.

WICHTIG: Insektizide dürfen nicht dafür benutzt werden, um auch die Katze frei von Flöhen zu bekommen. Im Handel gibt es spezielle Flohsprays, welche ausschließlich für die Anwendung am Tier gedacht sind. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt.

Flöhe bei der Katze erkennen

Wer sich noch nicht sicher ist, ob die Katze wirklich einen Flohbefall hat, der sollte dies zunächst sicherstellen. Generell sind Flöhe etwa ein bis drei Millimeter groß und weisen eine rötlich bis bräunliche Farbe auf. Sie bewegen sich für das menschliche Auge viel zu schnell, sodass sie bei längerer Betrachtung auch einfach verschwinden. Aus diesem Grund ist es auch wirklich schwer, einen Flohbefall diagnostizieren zu können. Trotzdem kann man auf andere Anzeichen achten:

Flöhe beginnen die Katze überall zu jucken. Vermehrtes Kratzen aufgrund von Flohbissen kann daher ein erstes Anzeichen sein.
Mit einem Flohkamm, welcher aus feinen Zinken besteht, lassen sich mögliche Floheier oder tote Flöhe heraussieben. Auf einem weißen Tuch abgestrichen werden die Flöhe sichtbar.

Woher hat meine Katze Flöhe?

Selbst Tiere die in hygienischen Verhältnissen leben, können Flöhe bekommen. Vor allem sind Katzen betroffen, die viel Kontakt zu Artgenossen im Freien haben. Auch der Freilauf in der Natur macht es möglich, dass Flöhe ihren perfekten Wirt finden. Immerhin können die Flöhe sehr weit und sehr hoch springen und somit auch leicht von einem Tier auf das andere hüpfen. Bringt das Tier also Flöhe mit nach Hause, so hat das nichts mit der allgemeinen Hygiene zu tun und bedeutet auch nicht, dass das Tier einfach mal gebadet gehört.

HINWEIS: Abgesehen davon, dass Katzen eigentlich nicht gebadet werden, lassen sich Flöhe auch nicht einfach auswaschen. Sie halten sich mit ihren Widerhaken im Fell fest und überleben auch lange Badeaufenthalte.

Was Katzenbesitzer allerdings tun können, ist dafür zu sorgen, dass sich die Tiere nicht weiter ausbreiten. Und dabei sollte es schnell gehen, denn Flöhe legen bis zu 30 Eier pro Tag, welche sich nach nur wenigen Wochen erneut vermehren. Selbstverständlich ist es so auch möglich, vom Floh befallen zu werden, wenn die Katze lediglich ein paar Floheier mit nach Hause bringt.

Ist der Flohbefall für die Katze gefährlich?

Parasiten ernähren sich über das Blut der Katze, sodass diese in die Haut des Tieres beißen müssen, um sich zu ernähren. So entsteht zum einen ein enormer und lästiger Juckreiz für die Katze, andererseits bestehen aber auch ganz ernstzunehmende Risiken. Beispielsweise kommt es nicht selten vor, dass sich die Flohbisse aufgrund von Kratzen und Beißen seitens der Katze entzünden. Mit der Zeit entstehen damit Ekzeme, welche sich über die Katze ausbreiten. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass die Flöhe weitere Parasiten übertragen. Die Rede ist von Bandwürmern oder anderen Wurmarten, die später für das Tier Gefahren bergen.

Seltener lösen die Flöhe Allergien aus, welche aufgrund des Speichels beim Beißen ausgelöst werden können. Auch Blutarmut kann bei starkem Flohbefall auftreten, vor allem bei Katzen, die ohnehin ein geschwächtes Immunsystem haben, andere Krankheiten haben oder bei jungen Tieren.

Effektive Maßnahmen beim Flohbefall

Tabletten und Präparate vom Tierarzt wirken schnell und effektiv. Diese werden oftmals direkt auf das Fell aufgetragen und ziehen dann über die Haut in den Organismus ein. So gehen die Wirkstoffe auch in das Blut über und die Parasiten nehmen auf diesem Weg das “Gift” auf. Für Katzen gibt es inzwischen empfehlenswerte Kombipräparate, welche wirksam auch andere Parasiten im Katzenkörper bekämpfen. Diese Präparate beugen einem erneuten Befall sogar vor, sodass eine regelmäßige Behandlung damit empfohlen wird. Vor allem Katzen mit Freigang, welche einen intensiven Kontakt zu anderen Tieren oder Lebewesen hat, sollte eine jährliche Behandlung zu Teil werden.

Wenn die Flohbekämpfung nicht erfolgreich war, so gibt es auch hierfür diverse Gründe. Zum einen ist es möglich, dass die Behandlungszeit zu kurz angesetzt war oder die Umgebung nicht mitbehandelt wurde. Auch ein Fehler bei der Anwendung des Antiparasitikums ist möglich. Dazu gehört auch, dass das Tier nach der Anwendung gebadet wurde oder nicht alle Tiere im Haushalt behandelt wurden. Wer diese Fehler vermeidet, der hat gute Chancen, die Flöhe schnell loszuwerden.

Hausmittel zur Bekämpfung von Flöhen im Haus

Flöhe sind eine lästige Angelegenheit, dennoch kann man neben Chemiewaffen, auch ganz humane Lösungen wählen, welche den Prozess der Flohbekämpfung beschleunigen:

Brennende Kerzen in Wasser – Kerzen im Wasser, welches mit etwas Spülmittel gefüllt ist, ziehen Flöhe aufgrund der Wärme und der Feuchtigkeit an. Am besten werden die Wasserfallen auf dem Boden platziert. Aufgrund des Spülmittels können sich die Flöhe nicht auf der Oberfläche des Wassers halten und gehen unter.
Chlorophyll verringert die Anziehungskraft auf Flöhe – spezielle Tabletten oder Lebensmittel, die reich an Chlorophyll sind, können den körpereigenen Geruch neutralisieren und verhindern, dass Flöhe davon angezogen werden.
Citronella vertreibt Flöhe – ätherische Öle, vor allem Citronella Öl, riecht für den Menschen angenehm, Flöhe und andere Parasiten meiden diesen Geruch allerdings. Bestenfalls mischt man diese Öle unter die Reinigungsmittel und lässt die komplette Wohnung danach duften.
Essig wirkt abschreckend bei Flöhen – Essig mit Wasser kann entweder innerlich aufgenommen, oder aber in der Umgebung wirken und die Flöhe vertreiben. Auch ist es in Ordnung, der Katze ein paar Essig-Duftnoten zu verleihen.
Kokosöl gegen Flöhe – Auch das für uns beliebte Kokosöl wird von Flöhen eher gemieden. Auf der Katze verleiht das Öl höchstens ein glänzendes Fell. Auf der Haut wirkt das Kokosöl antientzündlich und feuchtigkeitsspendend.

Diese, und viele weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Flöhen bei der Katze, können ganz individuell angewandt werden, je nach Stärke des Befalls. Wichtig ist jedoch, dass sich die Tiere nicht weiter ausbreiten können.

Parasitenbefall und homöopathische Möglichkeiten im Allgemeinen

Einen schweren Flohbefall wieder zu beseitigen kann unter Umständen einige Tage dauern. In den Apotheken oder beim Tierarzt lassen sich diverse Präparate kaufen und in den eigenen vier Wänden anwenden. Beispielsweise kann auch Flohpuder dabei helfen, den Befall zu minimieren. Sofern man sein Tier auch von Innen heraus unterstützen möchte, so können diverse homöopathische Mittel unterstützen.

Wichtig ist nämlich, den Säureschutzmantel der Haut zu stärken und die Abwehrkräfte in diesem zu aktivieren. Die homöopathischen Tabletten Sulfur (D30) können über einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen verabreicht werden, bestenfalls zweimal wöchentlich eine Tablette. Dies vertreibt nicht nur die Flöhe, sondern auch andere Parasiten und womöglich bestehende Hautparasiten.

Eine mögliche Folge von zu langanhaltendem Flohbefall können entzündliche Abszesse sein, welche mit Schwellungen und Eiterbildung einhergehen. Hier kann vom Heilpraktiker Hepar sulfuris D3 empfohlen werden, wobei man dies für maximal zwei Tage in zweistündigem Abstand verabreichen kann. Silicea hingegen unterstützt den Abheilungsprozess, wobei man auch hier zweimal täglich eine Gabe verabreichen kann.

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